dgj095 Südschule Neureut Karlsruhe
Für den Ersatzneubau der Südschule im Karlsruher Stadtteil Neureut hat DGJ Architektur gemeinsam mit dem Ingenieurbüro von Fragstein 2025 an einem nichtoffenen Planungswettbewerb der Stadt Karlsruhe nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) mit vorgeschaltetem Auswahlverfahren nach VgV teilgenommen. Der Entwurf trägt den Titel „Embrace“.
Aufgabe war der Neubau einer zweizügigen Grundschule mit Ganztagsbetreuung und rund 2.770 m² Bruttogeschossfläche an der Welschneureuter Straße. Die bestehende Sporthalle aus dem Jahr 1974 blieb erhalten und wurde saniert, zwei ältere Schulgebäude wurden aufgegeben. Der Entwurf schafft zugleich die Grundlage für eine spätere Erweiterung um rund 770 m² auf einen dreizügigen Schulbetrieb.
Der Neubau gruppiert sich um einen großzügigen Schulhof mit Bestands- und neu gepflanzten Bäumen, der als räumlicher Mittelpunkt der Anlage dient. Eine Terrassierung verbindet die Innenräume aller Geschosse mit dem Außenraum. Zwei Kaskadentreppen erschließen das Gebäude vertikal und schaffen zusätzliche Aufenthalts- und Kommunikationsbereiche. Die spätere Aufstockung um ein weiteres Geschoss ist konstruktiv vorbereitet und kann mit minimalen Eingriffen in den laufenden Schulbetrieb umgesetzt werden.
Im Erdgeschoss befinden sich die öffentlichen Nutzungen wie Verwaltung, Mensa und Ganztagsbetreuung, in den Obergeschossen die Klassen- und Fachräume. Das pädagogische Konzept der „lernenden Räume“ wird durch eine flexible Skelettkonstruktion unterstützt, die offene, halboffene und geschlossene Raumzonen für unterschiedliche Unterrichtsformen ermöglicht. Die Organisation als Cluster-Schule fördert Orientierung und Übersichtlichkeit; außenliegende Terrassen und Treppen dienen zugleich als gut ablesbare Fluchtwege.
Der Entwurf basiert auf einer konsequenten Holzbauweise. Ein Skelett aus Stützen und Unterzügen aus Buchen-Furnierschichtholz ermöglicht Spannweiten von bis zu 8,5 Metern. Rippendecken aus Brettsperrholz und Konstruktionsvollholz sowie vorgefertigte Holzrahmenbauelemente sorgen für einen hohen Vorfertigungsgrad.







