dgj239 Neue Mitte Singen-Beuren a.d. Aach
Der Entwurf für den Realisierungswettbewerb der Stadt Singen kombiniert die Regelmäßigkeit und Effizienz des Modulbaus mit einer dörflichen, aber sorgfältig entworfene Setzung der Gebäude. So entsteht eine räumliche Vielfalt und enge Verzahnung von Wohn- und Außenräumen, die für den ländlichen Raum prägend und identitätsstiftend ist.
Charakteristisch für das Ortsbild von Singen-Beuren sind kleine Gebäude, die durch großzügige Grün- und Freiräume verbunden sind. Diesen Charakter entwickelt die Nachverdichtung weiter. Die neuen Gebäude bilden offene Cluster, so dass zwischen den Gebäuden hochwertige Grünräume gestaltet werden.
Das kleine Quartier wird über eine Abfolge von Freiräumen erschlossen, die für die Bewohner:innen, aber auch die gesamte Dorfgemeinschaft, nutzbar sind. Gleichzeitig entstehen zwischen den Gebäuden privatere Freibereiche, die den Hausgemeinschaften zugeordnet werden können. Die Laubengänge stärken den Zusammenhalt zwischen den Bewohner:innen, die in einem Cluster zusammenleben. Sie fördern zufällige Begegnungen, Gespräche und Austausch. Im kleinen Quartier können sich alle Menschen, vor allem Kinder und Senior:innen, sicher und frei bewegen. Die Erschließungswege zwischen den Gebäuden sind als verkehrsberuhigte Spielstraßen geplant. Autos sind ausschließlich zum Ein- und Ausladen zugelassen und dürfen nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Das Quartier bildet einen geschützten, öffentlichen Raum, in dem sich Menschen aller Generationen gerne aufhalten, miteinander leben und einander unterstützen.
Der im vorliegenden Entwurf vorgesehene Wohnungsmix bildet eine Vielfalt unterschiedlicher Wohntypen, die insbesondere für kleinere Wohngruppen, Paare oder Senior:innen (Barrierefreiheit), geeignet sind, gleichzeitig aber auch ein generationenübergreifendes Miteinander begünstigen, indem auch Familien angemessener und bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt wird.








