dgj161 Doppelkindergarten Mettliweg, Uhwiesen
Für den Neubau eines Doppelkindergartens am Mettliweg in Uhwiesen (Gemeinde Laufen-Uhwiesen, Kanton Zürich) hat DGJ Architektur, Partnerbüro Zürich, 2010 gemeinsam mit Erne AG Holzbau als Totalunternehmer an einem Gesamtleistungswettbewerb teilgenommen.
Die Aufgabe umfasste zwei Kindergartenabteilungen mit den zugehörigen Gruppen-, Material- und Personalräumen sowie einer gemeinsamen Küche. Der Entwurf ordnet die beiden Baukörper leicht gegeneinander versetzt auf dem Grundstück an und reagiert damit auf die vorhandene Topografie: Ein teilweise ins Gelände eingegrabenes Untergeschoss nimmt Technik- und Nebenräume auf, während eine zentrale, überhöhte Eingangshalle die beiden Doppelkindergarten-Hälften verbindet und zugleich als großzügiger Ankunfts- und Garderobenbereich dient. Beidseitig der Eingangshalle liegen gedeckte Außenspielbereiche, die den Kindern ganzjährig witterungsgeschützten Auslauf bieten.
Von außen erscheint das Dach als einfaches Schrägdach, tatsächlich handelt es sich um zwei gegenläufig geneigte Pultdächer, die im Innern hohe, offene Raumvolumen über den Kindergartenräumen erzeugen. Die vorfabrizierten Holzmodule von Erne sind mit einer vertikalen Fassadenschalung aus Douglasie in unterschiedlichen Brettbreiten verkleidet; die unregelmäßig verteilten Fugenbreiten erzeugen ein changierendes, streifenartiges Fassadenbild, das zwischen den beiden spiegelsymmetrisch gedrehten Gebäudehälften changiert. Die Fassade ist demontierbar konzipiert, um eine spätere Aufstockung oder Erweiterung des Gebäudes zu ermöglichen.
Auch im Außenraum folgt das Landschaftskonzept der sanften Topografie: Wege und Rasenflächen mit weichen, gerundeten Kanten gliedern den Garten, ein durchgehendes „trockenes Bachbett“ dient als Rückhalte- und Versickerungselement für Regenwasser, ergänzt durch Nutzpflanzen wie Beerensträucher und Obstbäume für die Kinder. Energetisch zielt der Entwurf auf eine kompakte, gut gedämmte Gebäudehülle nahe dem Minergie-P- bzw. Passivhausstandard mit Dreifachverglasung. Aufgrund der ohnehin hohen erforderlichen Luftwechselraten in Kindergartennutzungen sollte die Beheizung über die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erfolgen, die Wärme sollte über eine Erdwärmepumpe erzeugt werden; ergänzend war eine Photovoltaikanlage auf dem Dach vorgesehen.







