dgj286 Serielles und Modulares Bauen 2.0, GdW
2023 schrieb der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen im Rahmen des „Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen“ eine Mehrfachrahmenvereinbarung für die Planung und Realisierung serieller und modularer Wohngebäude aus. DGJ Architektur beteiligte sich gemeinsam mit der SAINT-GOBAIN Brüggemann Holzbau GmbH als Systemanbieterin sowie der bauart Konstruktions GmbH & Co. KG für die Tragwerksplanung.
Flexibles System für seriellen Wohnungsbau
Aufgabe war die Entwicklung eines zukunftsfähigen Bausystems für mehrgeschossigen Wohnungsbau in serieller Bauweise. Im Mittelpunkt standen hohe architektonische und städtebauliche Qualität, reduzierte Baukosten und die Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Standorte und Anforderungen.
Die Leistungsfähigkeit des Systems wurde anhand eines viergeschossigen Modellgebäudes mit 24 Wohnungen und rund 1.750 m² Wohnfläche nachgewiesen. Darüber hinaus wurde das Konzept für weitere Gebäudetypologien wie Punkthäuser, Zeilenbauten und Blockrandbebauungen entwickelt.
Städtebau und Wohnqualität
Grundlage des Entwurfs ist ein flexibles Modulraster, das sich an unterschiedliche Grundstücke und Nutzungsanforderungen anpassen lässt. Dadurch eignet sich das System sowohl für die Nachverdichtung bestehender Quartiere als auch für Neubaugebiete.
Die Wohnungen sind kompakt und effizient organisiert, verfügen über eine gute Belichtung und private Freibereiche in Form von Balkonen oder Terrassen. Alle Obergeschosse sind barrierefrei per Aufzug erreichbar; ein Teil der Wohnungen ist vollständig barrierefrei gestaltet.
Holzmodulbau und Nachhaltigkeit
Das Bausystem basiert auf vorgefertigten Holzmodulen, die bereits im Werk weitgehend ausgebaut werden und auf der Baustelle in kurzer Zeit montiert werden können. Ein zentraler Erschließungskern übernimmt Aussteifung und Erschließung und ermöglicht einen hohen Holzanteil in der Primärkonstruktion.
Die Kombination aus hohem Vorfertigungsgrad, materialeffizienter Holzbauweise und kurzen Bauzeiten bildet die Grundlage für eine wirtschaftliche und ressourcenschonende Umsetzung. Ergänzt wird das Konzept durch natürliche Querlüftung, Photovoltaik und Dachbegrünung.










